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Haartransplantation Beratung Hairforlife

Haartransplantation Risiken: Wie hoch ist die Erfolgsquote?

Andreas Krämer Hair4life

ÜBER DEN AUTOR

ANDREAS KRÄMER

Betroffener von Haarausfall, Fachberater seit 2004, Co-Autor vom Buch „Haartransplantation Ratgeber“ der Alliance4Hair, Gründer von Propatient mit Rechtsanwalt Chr. Bomke, Mitgründer vom HTTC-Trainingscenter für Ärzte. Bekannt aus SWR, SAT 1, ZDF, Spiegel u.v.a. Mehr erfahren
Risiken einer Haartransplantation und Erfolgsquote
Risiken einer Haartransplantation und Erfolgsquote

Immer mehr Frauen und Männer unterziehen sich bei Haarverlust (erblicher Alopezie), Geheimratsecken und bei Glatze für volles Haar einer Haartransplantation. Mit dem ansteigenden Bedarf an Haartransplantationen steigt ebenso beträchtlich die Zahl der Anbieter von Ärzten mit unzureichendem Know-how und Erfahrung, was letztlich auch höhere Gefahren und Nebenwirkungen bedeutet, gerade wenn die Verpflanzung zu sehr niedrigen Kosten in Billigkliniken wie beispielsweise in der Türkei durchgeführt wird.

Allerdings Achtung! Es kann mittlerweile im Zuge des Booms von Haaroperationen selbst in Deutschland vorkommen, dass eine Operation nicht von einem Arzt, sondern ausschließlich von unerfahrenen Assistenten durchgeführt wird. Über den unschönen Fall eines Mannes, der ausschließlich von zwei Schwestern operiert wurde und während der OP über extreme Schmerzen geklagt hat, kann man auf der SWR Seite im Artikel über den Prozess in Düsseldorf betreffend einer illegalen Haartransplantation nachlesen.

Wie hoch ist die Erfolgsquote und wie lässt sich das Gefahrenpotenzial minimieren? Wie gefährlich ist es unter dem Strich, sich einem haarchirurgischen Eingriff zu unterziehen? Wo genau die Gefahren liegen, lesen Sie dazu in folgenden Artikel über oft gestellte Fragen, mit Aufklärung und Experten-Gespräch mit dem langerfahrenen deutschen Arzt Dr. Feriduni, Hasselt (Belgien)!

Klobürsten-Look, Mottenfraß und Fussballfeld-Optik, schlechte Anwuchsrate, falsche Wuchsrichtung, Narben, Cobblestoning und Pitting

Eine Haartransplantation beschreibt einen Eingriff am menschlichen Körper und bringt auch Gefahren und Nebenwirkungen mit sich – wie bei allen anderen operativen Eingriffen in jedweden medizinischen Bereichen ebenso immer auch die Möglichkeit auf ein negatives Resultat besteht, wie auch Sat1 in diesem Fernsehen-Bericht zu Haarverpflanzung berichtet.

Konkret geht es um möglichen OP-Pfusch mit Klobürsten-Look, schlechte Anwuchsrate, falsche Wuchsrichtung, Narben und im Donorgebiet Mottenfraß und Fussballfeld-Optik, Narben.

Kurzübersicht der Risiken in einer Tabelle

Schauen Sie sich folgender Kurzübersicht-Tabelle an (die Tabelle lässt sich je nach Bildschirmauflösung nach links und rechts scrollen):

Gefahren je TechnikFUT Streifen-TechnikFUE-Methode
Im Entnahmegebiet/SpenderbereichBreitere Narbe, welche es notwendig macht, die Haare im Haarkranz lang zu tragen. Ebenso möglicherweise länger anhaltendem Spannungs- und TaubheitsgefühlDezimierter Haarkranz und „Overharvesting“, Mottenfrass und Fussballfeldoptik. In Folge bringt dies nicht nur optische und ästhetische Schädigungen mit, sondern ruiniert auch die Graft-Reserven in der Spenderzone, mit fehlenden Optionen für die Zukunft.
Im EmpfangsgebietBei beiden Methoden

Schlechte Anwuchsrate, unnatürliche Haarlinie, dicke Grafts, falsche Wuchsrichtung, Klobürsteneffekt, Cobblestoning und Pitting
Bei beiden Methoden

Schlechte Anwuchsrate, unnatürliche Haarlinie, dicke Grafts, falsche Wuchsrichtung, Klobürsteneffekt, Cobblestoning und Pitting
Risiken je nach Technik

Mangelnde Ausbildung und Qualifikation – Das Fach „Haartransplantation“ wird bisher in keiner Universitätsausbildung gelehrt!

Allem voran entscheidet die Auswahl eines geeigneten Anbieters/Haarchirurgen über das Ausmaß des Risikos. Die Ausbildung, Qualifikationen, Erfahrungen und außerordentlichen Fähigkeiten eines Arztes sind entscheidend für das Gelingen der Haartransplantation.

Ein grundsätzliches Problem allerdings, dass in vielen Ländern und auch in Deutschland, das Fach „Haarchirurgie“ bisher in keiner Universitätsausbildung gelehrt wird, weder in der Fortbildung zum plastischen Chirurg, noch in Fortbildungen zu anderen Themen! Ein Facharzttitel allein garantiert also noch lange nicht ausreichendes Know-how und Erfahrung in Sachen Eigenhaartransplantation und ebenso garantiert ein Facharzttitel zudem lange nicht eine gute Anwuchsrate mit natürlichem Resultat (lesen Sie dazu auch den Artikel Eigenhaarverpflanzung in Deutschland ja oder nein?)!

Weiterhin tragen auch die gewählte Methode und die diesbezüglich verwendeten Instrumente und/oder medizinischen Geräte zu einer bestmöglich durchgeführten Transplantation bei. Intransparenz mit dem Namen und den Qualitätsmerkmalen vom durchführenden Arzt hingegen erhöht die Gefahren erheblich! Um diese so gering wie möglich zu halten, empfiehlt sich die Wahl eines renommierten, spezialisierten Haarchirurgen mit herausragenden Fähigkeiten, dessen gelungene Resultate belegt sind und/oder von ehemaligen Patienten im Internet dokumentiert wurden.

Gefahrenpotential einer Haarverpflanzung und Behandlungsfehler

Das Thema „Behandlungsfehler“ ist ein weites Feld und zuweilen heikles Thema. Bei den meisten verpfuschten und misslungenen Haartransplantationen geht es um unschöne und hässliche Narben, unnatürlich wirkende Haarlinien, mit Haaren in falscher Wuchsrichtung und Klobürstenlook (zu dicken Transplantaten in vorderster Front), schlechte und niedrige Anwuchsrate und bei FUE Operationen im Donorbereich häufig um dezimierte Donorgebiete mit Mottenfrass und Fenster-Optik (lesen Sie auch auf unserer speziellen Unterseite „Haartransplantation Narben, Narben entfernen/Entfernung (Korrektur),  zerstörter Spenderbereich und Beispiel-Bilder“). Schnell sprechen unzufriedene Patienten von Behandlungsfehlern bei misslungener Eigenhaartransplantation, allerdings lassen sich Behandlungsfehler von Laien lediglich mutmaßen. Im Zweifel können einzig ein medizinisches Gutachten und in letzter Konsequenz ein Gericht darüber befinden, ob tatsächlich ein Behandlungsfehler vorliegt. Dennoch: Je unbekannter und unerfahrener ein Arzt ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Behandlungsfehlers! Auch hierbei gilt, dass sich die Gefahren extrem minimieren lassen, durch die Auswahl eines ausgewiesenen Spezialisten!

Haartransplantation Risiken und die Notwendigkeit von Korrekturen verpfuschter OP`s: Experten-Gespräch mit Dr. Feriduni

Ein Interview mit dem 25-jährig erfahrenen deutschen Haarchirurgen Dr. Bijan Feriduni aus Hasselt, Belgien. Hier eine Aufzeichnung aus dem Interview von Andreas Krämer mit Dr. Feriduni im Oktober 2022 zu den Risiken von HTs, zu missglückten Haartransplantationen und zu teils problematischen und aufwendigen Korrekturmaßnahmen

Thema Haartransplantation Risiken: Wie oft muss Dr. Feriduni mittlerweile Korrektur-Operationen von verpfuschten Haar-OP`s durchführen?

Wie gefährlich ist eine Haarverpflanzung? Narben, falsche Wuchsrichtung, Klobürstenlook, Mottenfrass und Fussballfeld-Optik, schlechte Anwuchsrate

Wie gefährlich ist eine Haarverpflanzung und wie hoch liegen die Gefahren? Ein kurzer Überblick über verpfuschte und misslungene Eingriffe: Narben und Wachstumsrichtungen, die nicht stimmen und wie eine Klobürste aussehen, Fußballplatz-Look, schlechte Wachstumsrate.

Haarkranz (Spenderbereich)

FUE Beispiel 1. Fenster- und Fussballfeldoptik und Mottenfrass
Beispiel 1 einer völlig verpfuschten Haartransplantation und massivem Haarverlust von Haarwurzeln in Istanbul: Fenster- und Fussballfeldoptik und Mottenfraß nach einem misslungenen Eingriff mit der FUE-Methode

Hervorragende Fachkompetenz des Chirurgen sind unverzichtbar, um eine sanfte sowie optimierte Entfernung der FUs (Follicular Units/Transplantate) zu gewährleisten. Gelingt dies nicht, können optisch sehr unschöne Erscheinungen zurückbleiben, die als (umgangssprachlich) „Mottenfraß“ bezeichnet werden.

Mottenfrass nach FUE am Hinterkopf
Beispiel 2 einer verpfuschten Haarverpflanzung, Patient hatte ebenso eine OP in Istanbul: Fenster- und Fussballfeldoptik und Mottenfraß am Hinterkopf nach misslungener FUE

Werden die benötigten Transplantate maschinell entnommen (Mikromotorentnahme) bestehen bei Ausführung von einem ungeübten Arzt oder Nutzung eines technisch unausgereiften Geräts die Möglichkeit von deutlich sichtbarer abgeernteter Gebiete, die schnell an Fußballfelder oder das Aussehen von Fenstern anmuten. Ebenso sind Patienten der Wahrscheinlichkeit der Graft-Beschädigung ausgesetzt. Werden verhältnismäßig zu viele Graft entnommen, spricht man von „overharvesting“, was nicht nur o.g. optische und ästhetische Schädigungen hinterlässt, sondern darüber hinaus auch die Graft-Reserven in der Spenderzone ruiniert.

Breitere sichtliche Narben nach FUT Methode -  Follicular Unit Transplantation (Streifen-HT)
Weiteres Beispiel von Haartransplantation Pfusch am Hinterkopf: FUT Methode – Follicular Unit Transplantation (Streifen-Haartransplantation) und die Gefahr einer breiten linearen Narbe

Die operative Extraktion eines kompletten Streifens im hinteren Bereich (Hinterkopf) geht mit gewissem Gefahrenpotenzial einher. Der entnommene Hautstreifen wird zur Beschaffung der erforderlichen FUs verwendet, die im Empfangsbereich implantiert werden sollen. Auch bei Einsatz von diesem Verfahren sind exzellente Erfahrungen notwendig, um die Grafts/Haarfollikel unbeschädigt aus dem entnommenen Hautlappen zu generieren. Zudem hat jedoch auch der Patient selbst Unannehmlichkeiten zu befürchten, die sich aus der eigentlichen operativen Entfernung des Hautlappens ergeben. Die OP kann unter Umständen zu wochenlangen Schmerzen im Hinterkopf führen, unschöne Narben hinterlassen, es können längerfristig unangenehme oder auch schmerzhafte Spannungsgefühle zurückbleiben und im Extremfall können Wundheilungsschwächen das Abheilen behindern.

Empfangsbereich

Negative Begleiterscheinungen im Empfangsbereich: Dicke Grafts in der Haarlinie bilden bei einer Haartansplantation einen unnatürlichen Klobürsten-Look
Misslungene Haartransplantation mit negativen Begleiterscheinungen: Unnatürliche Haarlinie, dicke Grafts und falsche Wuchsrichtung

Eine besonders wichtige Stellung nimmt der Empfangsbereich ein. Eine Haarlinie beschreibt die wichtigste Zone im Zuge eines haarchirurgischen Eingriffs! Der erste Blick eines Gegenübers richtet sich an das Gesicht und die Haarlinie.

Eine unnatürlich angelegte Haarlinie ist sofort erkennbar und deshalb sollte man bei einer Haarverpflanzung insbesondere die Bedeutsamkeit von Fehlern im Empfangsbereich sehr ernst nehmen! Einige weltweit anerkannte und renommierte Haarchirurgen konzentrieren sich sehr auf die Haaransatzgestaltung, die Konsultation eines ausgewiesenen Experten lohnt in jedem Falle! Da sonst die Gefahr eines künstlichen Haaransatzes besteht (zu weit ins Gesicht gezogen, zu weit Richtung Oberkopf ausgerichtet oder in der Linienführung unästhetisch angelegt) und auch die Möglichkeit, dass zu „dicke“ Grafts in die Haarlinie implantiert werden oder die Gruppierungen nicht korrekt ausgewählt werden. Im Behandlungsresultat erzeugt dies unnatürliche „Büschel“ von Haaren, einen sogenannten Klobürsteneffekt, wo von Natur aus lediglich einzelne Haare (1er-FU´s) wachsen und somit ist die Ästhetik der Haarlinie ruiniert.

Die Hautöffnungen (slits) im Empfangsbereich (Implantationsareal) sollten unbedingt von einem versierten Haarchirurgen gesetzt werden! Auch das Implantieren der Transplantate (Haarfollikel) wird bei einigen Kliniken an spezielle dafür ausgebildete nichtärztliche Mitarbeiter delegiert. Auch hierbei sind außerordentliche Fähigkeiten gefragt, um fehlerhaftes Einsetzen zu vermeiden, was u.a. eine falsche Wuchsrichtung der Haare nach sich ziehen kann. Aber auch die Anordnung und die Beschaffenheiten der verwendeten Grafts (1er, 2er etc.) spielen eine entscheidende Rolle zum Erreichen eines optisch-ästhetisch gelungenen Resultats.

  • Niedrige und schlechte Anwuchsrate
Risiko schlechte und geringe Anwuchsrate
Schlechte und geringe Anwuchsrate – Beispiel 1
Schlechten und geringen  Anwuchsrate Beispiel 2
Beispiel 2 einer geringen Erfolgsquote und schlechte Anwuchsrate

Zu den weiteren möglichen negativen Begleiterscheinungen kann sicherlich eine schlechte Anwuchsrate genannt werden. Die sehr empfindlichen Haarfollikel benötigten eines sehr sorgfältigen Umgangs und können diese während der Behandlung in vielen Operations-Schritten beschädigt werden, mit der Folge einer niedrigen Anwuchsrate.

  • Schlechte Anwuchsrate durch zu robuste und traumatische Einsetzung der Grafts, oder durch Austrocknung der Grafts während des Einsetzens

Oftmals liegen die letztlich unterlaufenen Fehler schlichtweg begründet in mangelndem Wissen und an oftmals mangelnder Erfahrung seitens des Haarchirurgen, oder aber durch Delegieren von wichtigen Operation-Schritten an unerfahrenes Personal/unerfahrene Assistenten.

Für Dr. Amit Kerure von der Skin Clinic in Mumbai Indien, siehe den englischen Artikel Complications in Hair Transplantation (deutsch Komplikationen bei der Haartransplantation), kann eine schlechte Anwuchsrate der Grafts die Folge einer fehlerhaften und traumatischen – zu robusten Einsetzung der Grafts, oder durch Austrocknung der Grafts während des Einsetzens sein. Er weißt weiter daraufhin, dass eine geringe Anwuchsrate auch die Folge sein könnte, wenn minderwertige Spenderhaarqualität vorgelegen hat, wie z. B. bereits miniaturisiertes Haar (Vellushaare) und der Arzt dies vor dem Eingriff sehr genau begutachten und bei schlechten Voraussetzungen den Patienten schlichtweg nicht operieren sollte.

Ist eine Haartransplantation für Raucher gefährlich?

Nein, eine Haartransplantation ist für Raucher grundsätzlich nicht gefährlicher, allerdings sind die Gefahren erhöht und geht Dr. Amit Kerure in seinem Artikel darauf ein, dass ein schlechtes Resultat mit niedriger Anwuchsrate ebenso durch Faktoren wie starkes Rauchen, Diabetes und übermäßige Sonneneinwirkung auf die Kopfhaut oder manchmal durch unspezifische individuelle anatomische Faktoren bedingt sein könnte. Durch Rauchen kann demnach die Erfolgsquote einer Haar-OP sinken.

Unerwünschte Begleiterscheinung Cobblestoning und Pitting

Unter Cobblestoning bezeichnet man eine Wölbung der Hautoberfläche um die Grafts herum, ähnlich wie ein kleiner Hügel. Die Haut ist nicht mehr glatt, sondern man sieht um die eingesetzten Haare/Transplantate herum optische Erhebungen, der korrekten Übersetzung nach „Kopfsteinpflasterbildung“. Unter Pitting versteht man genau das Gegenteil, eine Vertiefung um die Grafts herum, ähnlich einer Grube. Beides erzeugt ein Aussehen, was den Patienten oft psychologisch sehr zu schaffen macht und Cobblestoning/Pitting sind fast immer auf chirurgische Fehler zurückzuführen, oder wenn das Einsetzen der Grafts durch unerfahrenes Personal erfolgt.

Gründe für Pitting und Korrektur

Laut Dr. Samuel M. Lam, MD vom Lam Institute in Plano, Texas, USA (siehe Artikel Complications in Hair Restoration) ist Pitting die Folge/das Behandlungsergebnis davon, wenn die Transplantate zu tief eingesetzt wurden. Die Transplantate sollten so eingesetzt werden, dass diese ein wenig oberhalb der Haut platziert sind, damit die Grafts bei Abklingen des Ödems auf gleicher höher liegen. Liegen die Transplantate tiefer als die umgebende Haut, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es zu Pitting kommt, einer Grubenbildung um das Transplantate herum. Eine spätere Korrektur gestaltet sich als sehr schwierig. In sehr augenscheinlich empfindlichen Bereichen wie Geheimratsecken und Haarlinie kann man die „Gruben“ durch Stanzexzisionen entfernen und andernfalls können zusätzliche Grafts um die Grafts platziert werden, um die Gruben etwas zu kaschieren.

Gründe für Cobblestoning und Korrektur

Die Ursache von Cobblestoning liegt laut Dr. Lam genau in der gegenteiligen Problematik, wenn Grafts zu hoch zur umgebenden Kopfhaut implantiert werden. Gleiches gilt, wenn die Aufnahmeöffnungen für die Transplantate zu eng sind. Unabhängig davon, dass dann beim Einsetzen die Grafts geschädigt werden können, kann das zu große Transplantat mit zu viel Gewebe ebenso zu Cobblestoning und einer Hügelbildung führen. Auch die Korrektur von Cobblestoning gestaltet sich schwierig, wie Dr. Lam erwähnt. Der höhere Anteil der Haut kann bündig zur Kopfhaut getrennt werden, oder es können ebenso zum Kaschieren weitere Grafts um die vorhandenen schlechten Grafts mit Hügelbildung verpflanzt werden.2 Ob es um eine Korrektur von Cobblestoning oder Pitting geht, ist in jedem Fall anzuraten, sich erst mal nur an ein paar Grafts zu testen.

Wie erfahren ist das Personal? Werden die Grafts während des Eingriffes kontinuierlich befeuchtet? Vielerlei Gründe für ein insgesamt schlechtes Resultat

Auch sollte klar sein, dass wenn, wie gerade in vielen FUE Billig-Haarfabriken der Fall, regelmäßig 4.000 oder gar 5000 Grafts und mehr an nur einem einzigen Tag entnommen und verpflanzt werden, wahrscheinlich viele wichtige Details keine ausreichende Berücksichtigung finden. Wichtige Arbeitsvorgänge werden womöglich ausgelassen oder zu schnell durchgeführt.

Neben der sorgfältigen Entnahme der Grafts/Transplantate (größte Sorgfalt, die Transections-Rate/Beschädigungsquote so minimal wie möglich halten und den bestmöglichen Haarcount pro Graft erzielen) spielen zusätzlich noch sehr viele andere Kriterien eine entscheidende Komponente. Beispielsweise, wie lange die Grafts außerhalb des Körpers lagern, ob Etappenverpflanzung stattfindet (intermittierende FUE) und wie die Grafts nach der Entnahme behandelt werden.

Werden die entnommenen Transplantate beispielsweise regelmäßig feucht gehalten? Wird das Einsetzen von einer erfahrenen Person durchgeführt? Die sehr feinen FUE-Grafts können beispielsweise schnell geschädigt werden, wenn die Grafts seitens der durchführenden Person zu tief eingesetzt werden oder womöglich irgendwo anecken und dadurch Schaden nehmen. In der Summe kommen viele Kriterien zusammen, welche unbedingt Beachtung finden sollten, damit der Eingriff erfolgreich verlaufen kann und eine gute Anwuchsrate mit gutem Ergebnis erzielt wird.

Spezialthema: Risiken bei Frauen

Weiblicher Patient nach misslungener OP: Unzureichende Dichte, vereinzelt dicke Grafts in der Front
Weiblicher Patient nach misslungener OP ►Unzureichende Dichte, vereinzelt dicke Grafts in der Front

Nicht nur Männer, sondern auch immer mehr Frauen sind in der Schweiz von erblichem Haarausfall betroffen und da Haarchirurgie die einzige echte dauerhafte Lösung darstellt, werden infolgedessen auch immer mehr haarchirurgische Eingriffe bei weiblichen Patienten durchgeführt.

Der Haartransplanteur sollte ausreichend Erfahrung im Design von Frauen-Haarlinien haben und 1 Haar-Grafts in der vordersten Reihe ist Pflicht

Wie bei Männern, ist auch bei Frauen darauf zu achten, dass in vorderster Front ausschließlich 1 Haar-Grafts verpflanzt werden. Gerade bei Frauen ist oftmals von der Natur her ein feiner Flaum am Beginn der Haarlinie zu sehen. Vorweg: Dieser „Haarflaum“ kann grundsätzlich NICHT rekonstruiert werden, da jeder Haartransplanteur von der Qualität der Spenderhaare im Haarkranz abhängig ist und im Haarkranz in der Regel selbst die 1-er Haar-Grafts eine gewisse Dicke haben, da vollkommen gesund und normales Haarkaliber. Auch wenn zwar mit einer Transplantation kein Haarflaum rekonstruiert werden kann, ist es dennoch möglich auch bei Frauen natürliche Haarlinien zu erzielen, wenn darauf geachtet wird, dass 1. eine angemessene Haardichte pro qcm verflanzt wird und 2. in vorderster Front ausschließlich 1-er Haar-Grafts verwendet werden. Zudem ist es unerlässlich, dass der Haarchirurg bereits ausreichend Erfahrung im Haardesign von Frauen gesammelt hat.

Spezialthema Haartransplantation Türkei Risiken

Beispiel ausgedünnter Haarkranz
Beispiel eines zu massiv entnommenem Entnahmegebiet

Grundsätzlich sind sicherlich Ärzte in der Türkei – aber auch andere Staaten, mit niedrigen Unkosten für Mitarbeiter, Anmietung, Arzneimittel – wesentlich preiswerter, siehe auch im Vergleich zu den Kosten in Deutschland, Schweiz, Österreich oder Westeuropa.

Es gibt im Netz zahlreiche Billigfabriken, in welchen die Kosten einer FUE-Behandlung häufig erheblich günstiger ausfallen, allerdings ist dies häufig eine pure Massenproduktion mit erheblichen Gefahrenfaktoren:

Bei den Kosten in den Haarfabriken liegen, wie bereits erwähnt, zwar häufig sehr niedrige Kosten vor, doch es handelt sich eben oft um Massenverarbeitungen und ist deshalb eine gewisse Skepsis angeraten. Beispielsweise entnehmen Kliniken/Ärzte in West-Europa häufig tagtäglich 1000 – 2500 Grafts mittels manueller Entnahme in der FUE-Technik, wenn im Vergleich viele Kliniken 4000 Grafts täglich oder sogar deutlich mehr entnehmen und verpflanzen. Mit solch einem Massenkonzept können die Preise sehr niedrig gehalten werden, obwohl die Klinik am Ende deutlich mehr Tageseinnahmen erzielt, als westeuropäische Klinken erzielt. 

Oftmals Delegation von entscheidenden OP-Schritten an Personal und dadurch höhere Gefahren

Die Geschwindigkeit der Transplantation in solchen Billigkliniken liegt also oftmals erheblich höher und  werden zusätzlich häufig entscheidende OP Schritte an nichtmedizinisches Personal übergeben. Denn im Konzept mit nur einem behandelnden Arzt der alle entscheidenden OP Schritte durchführt, würden die Einnahmen der Klinik immens niedriger ausfallen.

Beispiel Einnamen einer Billig-Klinik vs. einer westeuropäischen Klinik

Klinik A in Westeuropa wie in der Schweiz transplantiert 4.000 Grafts in 2 Tagen bei einem Preis von 6 Euro pro Graft für 24.000 Euro gesamt und = 12.000 Euro Tageseinnahme.

Klinik B in Istanbul verlangt für 4.000 Grafts nur 2.500 Euro, führt aber beispielsweise 20 Operationen gleichzeitig pro Tag durch = 50.000 Euro Tageseinnahme.

Das ist genau der Grund, weshalb bei einer OP in Istanbul auch immer ein wenig Umsicht angebracht sein sollte. Die Kosten liegen zwar aus Sicht des Patienten verlockend günstig, man sollte jedoch nicht unerwähnt lassen, dass aus Sicht der Kliniken ein Konzept der „hohen Schlagzahl“, wie zuvor aufgeführt, auch lukrativ ist. Es ist dabei zu berücksichtigen, dass bei derartigen Massenbehandlungen die Qualität beeinträchtigt werden kann. Dass Grafts nicht unversehrt/beschädigt oder sonst wie falsch entnommen werden und die Grafts nicht richtig anwachsen (nur eine schlechte Wachstumsrate erzielt wird), oder bei der Einsetzung der Grafts falsch gearbeitet wird (z.B. falsches Einsetzen der Wachstumsrichtung, linearer Haaransatz, etc.) und es somit künstlich aussieht, oder der Haarkranz durch falsche Handhabung schwer beschädigt wird.

Unsicherheit „fliegende“ Ärzte

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, wird bei Anbietern, aber auch bei Vermittlungsagenturen, vielfach ein Team beworben, welches die Verpflanzung durchführt. Es wird vermutlich mehrere Gründe geben, den Namen vom ausführenden Arzt im Vorfeld nicht bekannt geben zu wollen. Einer dieser Gründe scheint jedoch zu sein, dass man Ärzte oder ganze Teams besser austauschen oder aus dem Ausland einfliegen lassen kann in jeweils anderer personeller Zusammensetzung. An dieser Stelle sei angemerkt, dass ein vorausschauendes Handeln sicher angebracht ist! Nicht nur im Hinblick auf die eigene Behandlung (mangelnde Qualifikation und Behandlungsfehler), sondern ebenso in Bezug auf rechtliche Schritte, die im gegebenen Falle angestrengt werden. Transparenz sollte in jeder Klinik unabdingbar sein und gewährleistet zu jeder Zeit den direkten Kontakt zum behandelnden Arzt – vor der Behandlung, währenddessen und auch danach!

Die ISHRS Aufklärungskampagne „Fight The FIGHT“ gegen Fließbandarbeit und sogenannte Black-Market Massenabfertigungs-Kliniken – Mit Beispielbilder

„Viele der illegalen Kliniken haben schicke Webseiten mit Referenzen und Erfahrungsberichten, die sehr professionell wirken. Die Realität ist jedoch, dass der Eingriff möglicherweise von jemandem durchgeführt wird, der keine medizinische Ausbildung hat, mit deutlich schlechteren Aussichten für eine gute Erfolgsquote“

ISHRS.org „Fight The FIGHT“ Kampagne
ISHRS Kampagne gegen Billig-Kliniken mit Massenabfertigung und Fliessbandarbeit

Kampagne von ISHRS gegen Black-Market Kliniken

Die ISHRS ist ein internationaler Haarchirurgie-Verband mit über 1000 Mitglieder aus 70 verschiedenen Länder. Auch die ISHRS hat den Wandel der Zeit in der Branche erkannt und ist besorgt über die Entwicklung und die wachsenden Unsicherheiten und Gefahrenpotenzial für Patienten durch nicht lizenzierte Techniker, welche mittlerweile einen großen Anteil an weltweit durchgeführten Haaroperationen darstellen und hat deshalb die Aufklärungskampagne „Fight the fight“ gegen Black-Market Kliniken und OP-Pfusch ins Leben gerufen.

Schockierendes Bild der ISHRS: Massenabfertigung und mehrere gleichzeitige Operationen in einem Raum durch nicht lizensierte Techniker wodurch die Risiken für eine Haartransplantation massiv ansteigen
Haartransplantation durchgeführt von nicht lizenzierten Techniker mit reiner Fließbandarbeit in einer Billig-Klinik: Bild ISHRS.org

Laut ISHRS werden immer mehr Patienten weltweit durch billige Preise, unseriöser Werbung und irreführender Informationen zusammen mit attraktiven All-Inklusive Preisen (Medizintourismus Pakete) dazu völlig leichtfertig und sogar mit einem guten Gefühl verleitet, sich bei Kliniken operieren zu lassen in welchen ggf. die komplette OP durch nichtmedizinische Personen mit sehr geringer Ausbildung durchgeführt werden. Dies erhöht die Gefahren während der Eigenhaarverpflanzung gravierend, senkt die Erfolgsquote und stellt ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar. Zudem führt dies oft zu tragischen Folgen von hin zu komplett misslungenen und verpfuschten Operationen mit dauerhafter Narbenbildung/Infektionen, was wiederum zu entstellenden Ergebnissen führt, mit sehr wenig bis gar keiner Möglichkeit der Korrektur.

Die ISHRS ist überzeugt, dass in einer Klinik die folgenden Schritte nur von einem lizenzierten Arzt durchgeführt werden sollte, um die Erfolgsquote zu erhöhen und die Gefahren möglichst zu reduzieren, siehe auch die Informationen der „Fight the fight“ Sensibilisierungskampagne auf ishrs.org:

  • Präoperative diagnostische Auswertung und ausführliche Beratung sowie Aufklärung über mögliche Gefahren und Nebenwirkungen
  • Planung
  • Durchführung der Haartransplantation einschließlich: Entnahme der Spenderhaare, Gestaltung des Haaransatzes/Haarlinien-Design, das Bilden der Empfangsöffnungen, Management anderer medizinischer Probleme des Patienten und möglicher unerwünschter Reaktionen, Post-operative Betreuung.

(Anmerkung: Wir stimmen in allen Punkten mit der Kampagne überein, mit Einschränkungen im Punkt „Entnahme der Transplantate“. In vielen Billig-Kliniken wird 1. oft die komplette Verpflanzung (einschließlich Entnahme, Bilden der Empfangsöffnungen und Einsetzung der Grafts) ausschließlich durch nicht lizenzierte und nicht ausreichend geschulte Techniker/Assistenten durchgeführt und 2. OBENDRAUF oft ohne jegliche Anwesenheit und Kontrolle durch einen Arzt! Es gibt weltweit wissentlich einige sehr angesehene Haarchirurgen bei welchen zumindest die Transplantate/Grafts ebenso durch Assistenten entnommen werden, damit jedoch faktisch und nachweislich regelmäßig konstant gute Resultate erzielt werden. Der große Unterschied zu einer „Black-Market Klinik“ besteht in der Wichtigkeit, dass diese Assistenten hervorragend ausgebildet und in der Regel auch sehr erfahren sind und in Supervision arbeiten, somit der Arzt den Vorgang der Entnahme regelmäßig überwacht. Es wäre wünschenswert, wenn die ISHRS diesen Punkt einfließen lässt).

Laut ISHRS besteht der Black-Market aus einer Reihe von unseriösen Kliniken, die mit „Nicht-Ärzten“ besetzt sind (manchmal auch lediglich mit einem Arzt, um Patienten in die Irre zu führen) und illegale Praktiken ermöglichen. Patienten auf der ganzen Welt leiden unter den rechtswidrigen Handlungen dieser Kliniken, einschließlich Verletzungen der Kopfhaut und Narbenbildung, übermäßig beanspruchter Spenderbereiche (Mottenfraß Optik) oder irreparablen ästhetischen Ergebnissen wie künstlich aussehende Haarlinie, falsche Wuchsrichtung, Cobblestoning und Pitting.

Die ISHRS hat auf seiner Fight the fight Webseite in der Übersicht auf die erhöhte Gefährlichkeit, welche von solch einer Billig-Klinik ausgehen kann, mit einigen aussagekräftigen Bildern von misslungenen Operationen hingewiesen.

Beispielbilder der ISHRS von misslungenen und verpfuschten Operationen

  • 1. Bilder der FUE Methode mit übermäßiger Donor Entnahme

Die negativen Folgen, wenn mit FUE zu viele follikuläre Einheiten im Haarkranz/Donor entnommen werden, fehlendes Wissen über die Blutversorgung der Haut vorliegt und des über aggressiven Versuchs, möglichst viele Grafts in sehr kurzer Zeit zu entnehmen:

Entzündete, vernarbte Kopfhaut und dezimierte Haarkränze: Massive Probleme durch übermässige Entnahme bei der FUE Technik: Bilder ISHRS.org
Nur schlecht durchgeführte FUE-OPs: Entzündete, vernarbte Kopfhaut und dezimierte Haarkränze ► Massive Probleme durch übermässige Entnahme: Bilder ISHRS.org

Die deutlich höheren Risiken bei einer FUE als Folge der Extraktion zu vieler follikulärer Einheiten im Haarkranz/Donor und fehlendem Wissen über die Blutversorgung der Haut und des über aggressiven Versuchs, möglichst viele Grafts in sehr kurzer Zeit zu entnehmen.

  • 2. Bilder bezüglich dauerhafter Vernarbungen und Ausdünnung im Haarkranz/Donor

Ein übermäßiges Trauma sorgt für sichtbare Ausdünnung und Vernarbungen.

Beispiel schlechtes Ergebnis mit übermässiger Entnahme
Schlechtes Ergebnis: Übermäßige Entnahme bei der FUE Technik: Bilder ISHRS.org
  • 3. Bilder: Irreversibles Overharvesting
Beispiele hoher Gefahren einer Haar-OP durch dauerhafte Haarkranzausdünnung
Die Kosten niedrig, das Ergebnis katastrophal: Dauerhafte Haarkranzausdünnung und irreversible übermäßige FUE Haarentnahme – Beispiel bei einer Frau: Bilder ISHRS.org

Durch mangelnde Erfahrung und fehlende Fähigkeit kann es bei der FUE-Technik auch bei Frauen mit deutlich erhöhten Risiken einhergehen, mit einem massiven Haarausfall im Spenderbereich und zu einer Ausdünnung führen, die nicht reversibel ist.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass während der Operation etwas schiefläuft? Wie hoch ist die Erfolgsquote?

Gewisse Unsicherheiten und Gefahrenpotenzial bestehen bei einer Haartransplantation ebenso, wie bei jeglichen anderen operativen Eingriffen und lassen sich auch nicht zu 100% ausschließen. Aber diese lassen sich bestmöglich eingrenzen und minimieren, wenn wichtige Parameter bei der Suche nach einem geeigneten Haarchirurgen beachtet werden. Die Kosten der Behandlung oder die Entfernung zum Standort eines Arztes/Klinik sollten daher niemals in die Entscheidung einfließen. Ausschließlich die Wahl eines exzellenten Spezialisten für Haarchirurgie kann die Chancen auf ein gutes Resultat ohne Komplikationen bestmöglich optimieren. Die Erfolgsquote und Chance auf ein gutes Resultat liegt bei erfahrenen und spezialisierten Haarchirurg bei guten 95 %. Allerdings lassen sich die 5 % der unzufriedenen Patienten unterteilen in Patienten, bei denen schlichtweg die Erwartung zu hoch war und Patienten, bei denen es in der Tat an Stellen suboptimal gewachsen ist, was sich allerdings in der Regel ohne Probleme durch ein kleines Touch-Up korrigieren lässt. Sollte tatsächlich der Fall eintreten, dass nicht das gewünschte Resultat erreicht wird, so darf man bei ausgewiesenen Experten von einer großzügigen Kulanzhaltung ausgehen und auch für den Fall einer Nachbehandlung ist man in besten Händen.

Unumkehrbarer Eingriff, Entschluss mit lebenslangen Folgen und Verlust weiterer Optionen

Bereits beim ersten Gedankengang in Richtung Transplantation muss die besondere Tragweite derartiger Eingriffe am menschlichen Körper Einfluss nehmen auf alle weiterführenden Überlegungen und Entschlüsse. Als am besten geeignetes Spender-Material dient das eigene Resthaar im Haarkranz des Hinterkopfes. Die Anzahl der Spendertransplantate ist somit auf ebendiese Anzahl der dort verfügbaren Haare begrenzt. Unprofessionell arbeitende Ärzte, die diesen Spenderbereich regelrecht ausbeuten und dezimieren oder eine maschinell gestützte Entnahme durchführen oder grundsätzlich nur eine niedrige Anwuchsrate erzielen, was auf mangelnden Fach- und Sachkenntnissen oder ungeeigneten Geräten basiert, können den „Vorrat“ an Spendertransplantaten ruinieren. In weiterer Folge stehen schlimmstenfalls keine Transplantate mehr zur Verfügung, um später eine weitere OP durchführen zu lassen, was vielfach notwendig ist bzw. gewünscht wird.

Die Basis jeder Haartransplantation sind ausreichend Spenderhaare: Die Folgen einer misslungenen und verpfuschten Operation wiegen schwer. Der Verlust von wertvollen Spenderhaaren im Haarkranz ist unumkehrbar!

Das grösste Risiko bei einer Haartransplantation: Beschädigte Donorhaare sind für immer verloren
Beschädigte Donorhaare sind für immer verloren, die zuvor niedrig erscheinenden Kosten hinfällig

Das machen sich viele Interessenten nicht ausreichend klar, wenn es darum geht, einen Haarchirurgen auszuwählen. Es ist wirklich extrem erschreckend, zu sehen, wie viele Menschen deutlich höhere Unsicherheiten bei einem medizinischen Eingriff in Kauf nehmen und wenn man z.B. in Istanbul im Flughafengebäude auf seinen Flug wartet und zig gerade erst behandelte „Patienten“ sieht, die ebenso ihre Heimreise antreten möchten und welche den Blick auf eine völlig ruinierte Spenderzone (Haarkranz) preisgeben. Man erlebt zufriedene, oft glückliche Gesichter von Menschen, die offenbar noch gar nicht wissen, was da gerade mit ihnen geschehen ist. Die Ernüchterung folgt dann später, wenn das erwünschte Resultat nicht erreicht wird und regelrechte Verzweiflung wird sich vermutlich anschließen, wenn sich herausstellt, dass die OP nicht gelungen, oder gar misslungen/verpfuscht ist und kein weiterer Eingriff mehr stattfinden kann, da kein ausreichendes Spendermaterial mehr zur Verfügung steht. In eine solche Situation und Lage geraten zu können, machen sich viele Interessenten im Vorfeld nicht bewusst. Die dauerhafte und irreversible Schädigung der Spenderzone (Haarkranz) ist eines der größten Problematiken, die auftreten können!

Daher soll dieser Absatz noch einmal eindringlich aufzeigen, wie endgültig und unumkehrbar die Ausbeutung/der Ruin der Spenderzone durch einen qualitativ mangelhaften Eingriff ist – und wie schwerwiegend die Folgen sind, die im Zweifel eine lebenslange Beeinträchtigung nach sich ziehen.

Zusammenfassung:

Eine Haarverpflanzung ist stets mit Risiken assoziiert. Diese sind nicht lebensgefährlich, aber sie können im Extremfall zu einer ästhetischen Verschandelung des Kopfes sorgen. Letztlich kann sich dies ernsthaft auf das geistige Gleichgewicht der Beteiligten niederschlagen.

Es ist von größter Wichtigkeit, einen erfahrenen Spezialisten auf dem Gebiet der Haarchirurgie zu konsultieren. Prüfen Sie sorgfältig, ob Ihnen jeder Euro lieb ist und Sie im Gegenzug ein erhöhtes Risiko von Behandlungsfehlern hinnehmen wollen, oder ein wenig mehr Geld in die Hand nehmen und einen ausgewiesenen Spezialisten aufsuchen wollen, mit welchem sich die Risiken minimieren lassen.

Es geht schließlich um Ihr attraktives Erscheinungsbild!

Ihr gutes Äußeres ist schließlich das wichtigste!

Wer Fragen hat, kann mich gerne jederzeit kontaktieren und meinen Service, mit einer kostenfreien Online-Beratung nutzen und auch auf Wunsch ein Online-Beratungsgespräch führen!

Herzliche Grüße
Andreas Krämer


Autor

Andreas Krämer und Hairforlife Experten-Redaktion